Allgemeine Hintergründe
Bei MODAG arbeiten wir engagiert an der Entwicklung innovativer Medikamente, die das Potenzial haben, den Verlauf von Parkinson und MSA positiv zu beeinflussen. Unsere Wirkstoffkandidat Emrusolmin (anle138b) befindet sich derzeit in klinischen Studien.
Die bisherigen Ergebnisse sind ermutigend, aber es ist wichtig zu betonen, dass wir uns noch in einem frühen Stadium der Entwicklung befinden. Unser Ziel ist es, eine erste krankheitsmodifizierende Therapie zu entwickeln, die nicht nur die Symptome lindert, sondern auch das Fortschreiten der Erkrankungen verlangsamt oder sogar vollständig stoppt.
Neurodegenerative Erkrankungen sind Krankheiten, bei denen Nervenzellen im Gehirn zunehmend geschädigt werden und absterben. Dies kann zu Problemen mit Bewegungsabläufen, Gedächtnis und anderen wichtigen Funktionen führen.
Eine krankheitsmodifizierende Therapie ist eine Behandlung, die darauf abzielt, den Verlauf einer Krankheit aktiv zu verändern.
Bei neurodegenerativen Erkrankungen geht es darum, die voranschreitende Verschlechterung zu verlangsamen.
Im Gegensatz zu bisherigen Therapien, die nur die Symptome lindern, zielt eine krankheitsmodifizierende Therapie darauf ab, die zugrunde liegenden Ursachen der Erkrankung anzugehen.
Bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Morbus Parkinson oder MSA könnte dies bedeuten, dass die Therapie das Fortschreiten der Krankheit beeinflussen und somit die Lebensqualität der Patienten langfristig verbessern kann.
Fragen zu MSA und Morbus Parkinson
Multisystematrophie (MSA) ist eine seltenere, aber schneller fortschreitende neurodegenerative Erkrankung als Morbus Parkinson. Bei MSA sterben Nervenzellen in mehreren Bereichen des Gehirns gleichzeitig ab, was zu einer Kombination von Symptomen führt:
- Parkinson-ähnliche Bewegungsstörungen
- Probleme mit der Koordination von Bewegungen und dem Gleichgewicht
- Störungen des autonomen Nervensystems (z.B. Blutdruck, Verdauung)
Parkinson ist eine häufige neurodegenerative Erkrankung, bei der insbesondere auch bestimmte Nervenzellen im Gehirn absterben, die den wichtigen Botenstoff Dopamin produzieren. Dies führt zu typischen Symptomen wie:
- Verlangsamte Bewegungen
- Steife Muskeln
- Zittern, besonders in Ruhe
- Gleichgewichtsprobleme
Parkinson entwickelt sich meist schleichend über Jahre. In Deutschland sind etwa 250.000 bis 400.000 Menschen betroffen
Die Diagnose erfolgt in der Regel durch einen Neurologen, der eine ausführliche Anamnese erhebt und verschiedene Tests durchführt, wie z.B. neurologische Untersuchungen und Bildgebungsverfahren (CT oder MRT).
Fragen zur Behandlung
Der behandelnde Neurologe kann einen individuellen Therapieplan erstellen, der auf die spezifischen Bedürfnisse des Patienten zugeschnitten ist. Dieser Plan kann verschiedene Behandlungsmöglichkeiten umfassen:
- Medikamentöse Therapie: Arzneimittel wie Levodopa können helfen, den Dopaminmangel auszugleichen und Bewegungssymptome zu verbessern. Zudem gibt es gut wirksame Medikamente zur Linderung der vegetativen Beschwerden, die zum Beispiel auf Blutdruckschwankungen beruhen.
- Physiotherapie: Regelmäßige Übungen zur Verbesserung von Beweglichkeit und Gleichgewicht.
- Ergotherapie: Unterstützt bei der Bewältigung von Alltagsaktivitäten und Anpassung des Lebensumfelds.
- Logopädie: Hilft bei Sprech- und Schluckproblemen.
Derzeit gibt es keine Heilmittel für diese Erkrankungen. Es gibt jedoch Behandlungsansätze, die helfen können, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern.
Fragen zu klinischen Studien
Wir verstehen Ihr Interesse an unseren klinischen Studien und schätzen Ihren Wunsch, zur Forschung beizutragen. MODAG ist jedoch nicht direkt an der Rekrutierung von Studienteilnehmern beteiligt. Die Auswahl und Betreuung von Teilnehmern erfolgt durch unabhängige Forschungseinrichtungen und Kliniken. Als Pharmaunternehmen haben wir keinen direkten Einfluss auf die Auswahl der Teilnehmer, gleichzeitig gibt es strikte regulatorische und rechtliche Vorgaben, die wir einhalten müssen. Nur dies gewährleistetet die Unabhängigkeit und Objektivität der Forschung.
Wenn Sie an einer Teilnahme interessiert sind, empfehlen wir Ihnen, mit Ihrem behandelnden Arzt oder Neurologen zu sprechen. Diese können Sie über derzeit laufende Studien informieren und prüfen, ob die Möglichkeit einer Teilnahme besteht.
Zudem können sie sich hier online informieren:
Wenn Sie an einer Teilnahme interessiert sind, empfehlen wir Ihnen, mit Ihrem behandelnden Arzt oder Neurologen zu sprechen. Diese können Sie über derzeit laufende Studien informieren und prüfen, ob Sie für eine Teilnahme in Frage kommen.

