Morbus Parkinson – eine der häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen


Was ist Morbus Parkinson?
Morbus Parkinson ist nach der Alzheimer-Demenz die zweithäufigste Erkrankung des zentralen Nervensystems. Sie wird in der Regel im Alter von 50 bis 80 Jahren diagnostiziert, mit zunehmender Häufigkeit im fortgeschrittenen Alter.
Die Diagnose erfolgt in der Regel durch einen Neurologen, der eine ausführliche Anamnese erhebt und verschiedene Tests durchführt, wie z.B. neurologische Untersuchungen und Bildgebungsverfahren (CT oder MRT).
Morbus Parkinson gehört zur Gruppe der Synucleinopathien, Krankheiten, die durch die abnorme Ablagerung des alpha-Synuclein-Proteins im zentralen und peripheren Nervensystem gekennzeichnet sind. Bei Morbus Parkinson akkumuliert alpha-Synuclein überwiegend in Neuronen, was zur Bildung von sogenannten Lewy-Körpern und Lewy-Neuriten führt, die in neuropathologischen Untersuchungen mikroskopisch nachgewiesen werden können.
Dopaminmangel durch Ablagerungen von Synuclein
Bestimmte Nervenzellen im Mittelhirn, die für die Produktion des Neurotransmitters Dopamin zuständig sind, zeigen bei Parkinsonpatienten ausgeprägte Synucleinablagerungen. Das Absterben dieser Nervenzellen und der daraus folgende Dopaminmangel führt zu den typischen motorischen Symptomen.
Voranschreiten und Häufigkeit
von Morbus Parkinson
Morbus Parkinson entwickelt sich meist schleichend über Jahre hinweg – meist mit unspezifischen Frühsymptomen. Im weiteren Verlauf entwickeln etwa 40% der Betroffenen kognitive Störungen bis hin zur Demenz.
Die durchschnittliche Lebenserwartung nach der Diagnose von Morbus Parkinson beträgt ca. 10 bis 20 Jahre. In Deutschland leiden etwa 250.000 bis 400.000 Menschen an Morbus Parkinson. Jedes Jahr kommen ungefähr 12.500 neue Fälle hinzu. Die Häufigkeit steigt mit dem Alter: von 1,4% bei 65-Jährigen auf 3,5% bei 85-Jährigen. Dabei sind Männer etwas häufiger betroffen als Frauen.
Morbus Parkinson ist die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung weltweit.
Wie wird Morbus Parkinson behandelt?
Medikamente und unterstützende Therapien können motorische Symptome lindern, jedoch gibt es bisher keine Heilung. Der behandelnde Neurologe kann einen individuellen Therapieplan erstellen, der auf die spezifischen Bedürfnisse des Patienten zugeschnitten ist. Dieser Plan kann verschiedene Behandlungsmöglichkeiten umfassen:
Medikamentöse Therapie:
Arzneimittel wie Levodopa können helfen, den Dopaminmangel auszugleichen und Bewegungssymptome zu verbessern.
Physiotherapie:
Regelmäßige Übungen zur Verbesserung von Beweglichkeit und Gleichgewicht.
Ergotherapie:
Unterstützt bei der Bewältigung von Alltagsaktivitäten und Anpassung des Lebensumfelds.
Logopädie:
Hilft bei Sprech- und Schluckproblemen.

Unsere innovativen Forschungsansätze an der Schnittstelle von Molekularbiologie und Medizin eröffnen neue Perspektiven in der Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen. Durch die gezielte Modulation pathologischer Proteinaggregate streben wir danach, den Verlauf von Synucleinopathien wie Morbus Parkinson und MSA grundlegend zu verändern. Unsere Arbeit ist mehr als Forschung – sie ist ein Versprechen an Patienten und ihre Angehörigen, unermüdlich nach Lösungen zu suchen, die das Leben von Millionen Menschen verbessern könnten.
