WENDELSHEIM, Deutschland, 27. Juni 2019

– Dr. Torsten Matthias übernimmt CEO Position, wissenschaftlicher Gründer Prof. Dr.
Armin Giese als CSO gewonnen –


– SERY-Technologie über Max-Planck Innovation GmbH einlizensiert, um
Weiterentwicklung des Portfolios an zukunftsweisenden Produktkandidaten zu
gewährleisten –

MODAG gab heute den Abschluss einer Serie A Finanzierungsrunde über 12 Mio. EUR bekannt. Das Kapital wird das Unternehmungswachstum sowie die baldige klinische Entwicklung des Wirkstoffs anle138b unterstützen, welcher bereits in präklinischen Studien das Potenzial gezeigt hat, das Fortschreiten der Multisystematrophie (MSA) zu stoppen. Das Unternehmen wurde 2013 auf der Grundlage von Forschungen von Prof. Dr. Giese (Ludwig-Maximilians-Universität München) und Prof. Dr. Griesinger (Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie) zur pathologischen Proteinaggregation und ihrer toxischen Eigenschaften bei neurodegenerativen Erkrankungen gegründet, um Therapiemöglichkeiten für diese Erkrankungen zu entwickeln, für die bisher keine krankheitsmodifizierende Behandlungen verfügbar sind. Anle138b zielt darauf ab, durch die gezielte Behandlung der krankheitsverursachenden Pathologiemechanismen das Fortschreiten der Multisystematrophie, einer atypischen Form der Parkinson Krankheit, zu stoppen. Die Finanzierungsrunde wurde von der Massa Investment AG angeführt. Jeff Putman wird für die Massa Investment AG dem Aufsichtsrat des Unternehmens beitreten.

„MODAG hat einen spannenden Ansatz zur Behandlung von MSA entwickelt, einer Indikation,
die in der Medikamentenentwicklung bisher deutlich vernachlässigt wurde.“ erklärte Jeff Putman von der Massa Investment AG. „Das Team vereint ein außerordentlich fundiertes wissenschaftliches Verständnis und klinisches Fachwissen in diesem Bereich sowie signifikante operative Führungserfahrung. Wir freuen uns darauf, MODAG bei der Entwicklung einer nachhaltigen Lösung für Patienten mit MSA und verwandten Krankheiten zu unterstützen.“

Zusätzlich zur Finanzierung hat MODAG Dr. Torsten Matthias zum Geschäftsführer (CEO) und
Prof. Dr. Armin Giese zum Chief Scientific Officer (CSO) ernannt. Dr. Matthias hat zwanzig Jahre Erfahrung in den Bereichen Unternehmensführung und Geschäftsentwicklung. Prof. Dr. Giese ist ein führender Experte auf dem Gebiet der Neuropathologie und verfügt über zwanzig
Jahre wissenschaftlicher Expertise im Bereich der neurodegenerativen Erkrankungen, mit Publikationen in führenden internationalen neurowissenschaftlichen Fachzeitschriften.

„Die gesicherte neue Finanzierung ermöglicht es uns, die Vorbereitungen für klinische Studien und den Start des Phase-1-Programms für anle138b mit voller Intensität voranzutreiben“, sagte Dr. Torsten Matthias, CEO von MODAG. „Obwohl MSA als seltene Krankheit gilt, hätte die Möglichkeit, ihr Fortschreiten zu stoppen, erhebliche Bedeutung für viele neurodegenerative Krankheiten mit ähnlicher Pathologie, für die es derzeit keine Behandlungsmöglichkeiten gibt, die jedoch zunehmend das Leben unzähliger Patienten beeinflussen. In Kombination mit der Finanzierung und der exklusiven Lizenz für die SERY Technologie sind wir in einer optimalen Position, um innovative Lösungen für eine Krankheit anzubieten, die lange Zeit vernachlässigt wurde.“

„Die derzeit verfügbaren MSA-Therapien lindern lediglich etwas die Symptome, während aber die Krankheit weiter voranschreitet. Unser Ziel bei der Entwicklung von anle138b ist es, das Fortschreiten der Krankheit zu stoppen und gleichzeitig die Schlüsselsymptome zu behandeln“, ergänzte Prof. Dr. Armin Giese, CSO von MODAG. „Aufgrund der klar definierten
Patientenpopulation ist MSA eine sehr geeignete Indikation, um den Proof-of-Concept für anle138b bei Alpha-Synukleinopathien zu erlangen und die neuartige spezifische Wirkungsweise dieses Wirkstoffs genauer zu definieren. Basierend auf den bisherigen präklinischen Daten, glauben wir, dass anle138b das Potenzial hat, die Lebensqualität von MSA-Patienten sowie von Patienten mit anderen Krankheiten, die eine ähnlichen Pathologie aufweisen, nachhaltig zu verbessern.“

Anle138b ist eine niedermolekulare Verbindung, die spezifisch an toxische Oligomerstrukturen von Alpha-Synuclein bindet, dem Eiweiß, das die charakteristischen pathologischen Aggregatstrukturen bei Parkinson-Erkrankungen bildet. Durch die Bindung löst es die toxischen Oligomere effektiv auf und verhindert zudem die Bildung neuer Oligomere, wodurch die Krankheit in ihrem Kern bekämpft wird. Umfangreiche präklinische Studien in Parkinson- und MSA-Tiermodellen haben gezeigt, dass es möglich ist, das Fortschreiten der Erkrankung zu stoppen und die Symptome in vivo zu lindern. Indem die Akkumulierung pathologischer Proteinaggregate im Gehirn gestoppt wird, wird verhindert, dass das Fortschreiten der Erkrankung weitere Schäden verursacht. Die chemische Struktur von anle138b ermöglicht es zudem, die Verbindung oral anzuwenden und die Blut-Hirn Schranke effektiv zu passieren, eine wichtige Eigenschaft für neurologische Medikamentenkandidaten. Die neuartige einlizenzierte SERY-Technologie wird es MODAG darüber hinaus ermöglichen, eine neue Generation von Verbindungen mit modifizierten
pharmakologischen Eigenschaften zu entwickeln, die das Potenzial für alternative Dosierungsschemata haben und es ermöglichen, verschiedene Gruppen von Patienten optimal zu adressieren.

Der neu ernannte CEO, Dr. Matthias, verfügt über zwanzig Jahre Erfahrung als Eigentümer, CEO und CSO der weltweit agierenden Aesku.Group, einem forschungsorientierten Hersteller und Anbieter von innovativen und effizienten Produkten und Dienstleistungen zur Früherkennung, Diagnose und Prognose von Autoimmunität, Infektionsserologie, Allergien und Lebensmittelintoleranz. Dr. Matthias hat einen Bachelor of Science in Chemie und eine Promotion in Physikalischer Biochemie an der Technischen Universität Dresden abgeschlossen, sowie eine Promotion auf dem Gebiet der Biochemie und Gentechnik an der Universität Bielefeld. Er ist Autor und Co-Autor von über 200 wissenschaftlichen Publikationen.

Vor seinem Eintritt als CSO bei MODAG war Prof. Dr. Giese kommissarischer Leiter des Zentrums für Neuropathologie und Prionenforschung (ZNP) der Ludwig-Maximilians Universität München. Er verfügt über einen Bachelor of Science vom University College London, studierte Medizin an der Universität Kiel und promovierte in Medizin an der Universität Göttingen. Prof. Dr. Giese ist Facharzt für Neuropathologie (Landesärztekammer Bayern) und hat über 130 wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht, die über 12.000 Mal zitiert wurden. Seine wissenschaftliche Arbeit konzentrierte sich auf die Rolle der Proteinaggregation bei neurodegenerativen Erkrankungen. Dr. Giese nutzte Methoden der Einzelpartikelspektroskopie, um neue Oligomermodulatoren mit hoher in-vivo-Wirksamkeit zu identifizieren. Diese und weitere Erkenntnisse bildeten die Grundlage für die Gründung der MODAG GmbH im Jahr 2013.

Über MSA

Multisystematrophie (MSA) ist eine derzeit nicht heilbare neurologische Erkrankung, die
durch Neurodegeneration in zahlreichen Bereichen des Gehirns gekennzeichnet ist, darunter die Basalganglien und das Kleinhirn. Sie zeichnet sich durch eine Akkumulation von pathologisch aggregierten alpha-Synuclein-Proteinen in Neuronen und Gliazellen aus. Die Patienten zeigen eine Vielzahl von Symptomen, darunter Bewegungs-, Gleichgewichts- und autonome Funktionsstörungen. Aktuell verfügbare Medikamente bekämpfen nicht die Krankheitsursache und sind nur in der Lage, Symptome zu lindern, die mit fortschreitender Krankheit zunehmen. MSA wird als seltene Krankheit mit einer Inzidenzrate von etwa 0,6 Fällen pro 100.000 Menschen jährlich eingestuft. Das mittlere Alter des Auftretens der Krankheit liegt im sechsten Lebensjahrzehnt. Die mittlere Überlebenszeit nach Ausbruch der Erkrankung beträgt 6-10 Jahre.

Kontakt MODAG

Dr. Torsten Matthias

CEO

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Tel.: +49 6734 96 228000

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Trophic Communications

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Über MODAG:

MODAG, ein deutsches Biotech-Unternehmen in Privatbesitz, hat es sich zum Ziel gesetzt, einen neuartigen Ansatz für die Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen zu entwickeln, indem es gezielte niedermolekulare Therapeutika mit neuartigen diagnostischen Verfahren kombiniert.

Unser primäres Ziel ist es, den klinischen Proof-of-Concept mit unserer Leitsubstanz anle138b (Emrusolmin) zu belegen, indem wir das Fortschreiten des Krankheitsprozesses der Multisystematrophie (MSA) verhindern und somit eine erste krankheitsmodifizierende Therapie für Synucleinopathien zu entwickeln. Dieser Erfolg wird es uns ermöglichen, unsere Technologie auf ähnliche Krankheiten mit pathologischer Proteinaggregation, insbesondere die Parkinson-Krankheit und perspektivisch auch Alzheimer und Tauopathien wie PSP, anzuwenden. Ziel ist es, krankheitstypische intrazelluläre Oligomere aufzulösen und damit ihre toxischen Effekte zu reduzieren. MODAG wurde auf der Grundlage von Erfindungen von Wissenschaftlern der Ludwig-Maximilians-Universität München und des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie in Göttingen gegründet und durch Forschungsmittel führender Patientenorganisationen wie der Michael J. Fox Foundation for Parkinson’s Research, den Cure Parkinson’s Trust und Parkinson’s UK unterstützt.